Freiwilliges Sozialjahr im Schaukelpferd

Veröffentlicht am Dienstag, 28. Juni 2016 von Zsoka Savanyo.

Wir, Nadine Etlinger und Hannah Schatzl, absolvieren seit 1.9.2015 das Freiwillige Sozialjahr der Diakonie (Diakonisches Jahr) in der „Flexiblen Kinderbetreuung Schaukelpferd“. Dort werden Kinder zwischen 0 und 3 Jahren von 7.00 – 17.00 Uhr stundenweise oder auch ganztags betreut.

Auf das Freiwillige Sozialjahr (FSJ) hat mich (Nadine) eine ehemalige Klassenkollegin aufmerksam gemacht, da sie selber ein FSJ in Erwägung gezogen hat. Nach dieser Anregung, habe ich mich im Internet etwas schlau gemacht und bin dabei auf das Diakonie Zentrum Spattstraße gestoßen. Nach einer schriftlichen Bewerbung und einem Aufnahmegespräch stand dem FSJ nichts mehr im Wege.

Im „Schaukelpferd“ haben wir die Gelegenheit einen Einblick im Umgang mit Kleinkindern zu bekommen sowie deren Bedürfnisse kennenzulernen. Wir können bei vielen schönen Situationen dabei sein, wie zum Beispiel Geburtstage der Kinder, Fasching oder der Besuch des Weihnachtsmarktes. Aber oft reicht schon das Lachen der Kinder, wenn sie z. B. draußen im Schnee spielen oder das stolze Gesicht, wenn sie ein neues Wort lernen, um uns ebenfalls ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Unser Arbeitstag startet um circa 8 Uhr, eine Stunde später beginnen wir den Tag offiziell mit dem „Morgenkreis“, bei dem wir mit den Kindern singen und uns an Singspielen und Reimen gemeinsam erfreuen. Anschließend wird die mitgebrachte Jause verzehrt. In den folgenden Stunden beschäftigen und betreuen wir die Kinder oder beobachten sie einfach, wie sie sich kreativ betätigen und unterstützen sie bei ihren Vorhaben. Manchmal müssen wir sie allerdings auch von einer „besonders kreativen Idee“ abhalten. Bei Schönwetter gehen wir mit ihnen häufig in den Garten, wo schaukeln, rutschen, Sandkuchen backen und herumtoben auf dem Programm stehen.  Wenn dies nicht möglich ist, wird im Gruppenraum gelesen, gespielt, gebaut, gemalt, verkleidet und vieles mehr. Um ungefähr 11 Uhr widmen wir uns dem Mittagessen und anschließend gehen wir mit manchen Kindern schlafen. Ab ca. 14 Uhr beschäftigen wir uns, nach einer kurzen Stärkung der Kinder mit einer Jause, wieder mit ihnen bis sie von ihren Eltern abgeholt werden.

Jede Mitarbeiterin des „Schaukelpferds“ hat im Tagesablauf fix vereinbarte Aufgaben zu erledigen, wie zum Beispiel Jause vorbereiten, wickeln oder mit den Kindern schlafen gehen.

Jeden Mittwoch verbringen wir in der Schule für Sozialbetreuungsberufe in Gallneukirchen, in der es einen eigenen Lehrgang für Diakonische HelferInnen gibt. Dort beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der Psychologie, Pädagogik, Medizinische Grundlagen, Ernährungslehre usw., aber auch Religion und Musik sind Elemente des Lehrganges. Sinn des Lehrgangs ist es, sich etwas Theorie sowie praktische Fertigkeiten anzueignen.

Ich (Hannah) habe außerdem die Möglichkeit jede zweite Woche bei der STEEP-Gruppe dabei zu sein. Dort kümmere ich mich vor allem um das Frühstück sowie die Kinderbetreuung während des „Mum-Talks“ und habe so auch die Gelegenheit einen Einblick in den Ablauf einer STEEP-Gruppe zu bekommen, was mich sehr interessiert und freut.

Wir dürfen in der Zeit des FSJ sehr viele spannende, lustige, interessante, aber auch fordernde Momente und Zeiten erleben, mit viel Abwechslung und neuen Erkenntnissen, z. B. auch was unseren weiteren Berufswunsch betrifft. Wir wollen beide im Sozialbereich bleiben.

Tätigkeitsbereich: 
Kinder und Jugendliche