Astrid kann ein Freiwilliges Sozialjahr jedem empfehlen!

Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Juli 2014 von Magdalena Schwarz.

Astrid macht spielerische Geschicktlichkeitsübungen mit BewohnerInnen des Altenheims

Meine Kollegin aus Oberösterreich, Andrea Brummeier, hat sich mit Astrid getroffen und sie gefragt, wie ihre das Freiwillige Sozialjahr im Altenheim gefallen hat. Lest selbst, was ihre Antwort war: 

„Ein Freiwilliges Sozialjahr kann ich jedem empfehlen!“
Astrid Korunka absolviert derzeit das Freiwillige Sozialjahr der Diakonie in der Seniorenarbeit.

von Andrea Brummeier

In der Tagesbetreuung für Menschen im Alter des Diakoniewerks in Gallneukirchen geht es lebhaft zu. Im Kreise von sieben gut gelaunten Seniorinnen und Senioren sitzt Astrid Korunka und testet mit ihnen gemeinsam spielerisch Geschicklichkeit und Beweglichkeit mit Ball und Luftballon. Auch wenn der Ballon nicht immer dahin fliegt, wo er hin soll, haben die Tagesgäste viel Spaß.

Nachdenken über neue Wege
Für die 20-Jährige aus Gallneukirchen stand nach der Matura fest: „Ich will erst einmal heraus aus dem Lernchaos und über neue Wege für mein Leben nachdenken.“ Nachdem ihre Eltern im Diakoniewerk arbeiten, beschloss sie, auch einmal in den Sozialbereich hineinzuschnuppern. „Zunächst bewarb ich mich für ein Praktikum im Haus Elisabeth für Menschen im Alter, wo auch meine Mutter arbeitet. Ich wollte sehen, ob das überhaupt etwas für mich sein könnte. Dort habe ich mich auf Anhieb wohlgefühlt, so dass ich mich für ein Freiwilliges Sozialjahr entschied. Das habe ich nie bereut“, erklärt sie.

Seit Herbst 2013 ist sie nun im Haus Elisabeth im Einsatz, unterstützt Bewohnerinnen im Alltag, erledigt eigenständig notwendige Bürotätigkeiten wie Taschengeldverwaltung, Organisation von Arztbesuchen u.a.. Einmal in der Woche arbeitet sie in der Tagesbetreuung mit. „Ich gehe mit Tagesgästen spazieren oder einkaufen. Wir machen gemeinsam Geschicklichkeitsspiele oder Gedächtnisübungen. Oft singen wir Lieder von früher. Da ist es immer wieder schön zu beobachten, wie die Leute aufleben, auch die, die eher introvertiert sind oder Demenz haben.“ Begleitend zum Sozialjahr besucht Astrid Korunka fachspezifische Schulungsangebote, die das Diakoniewerk zur Unterstützung der Freiwilligen anbietet.

Bereicherung fürs Leben
„Ich kann das Freiwillige Sozialjahr der Diakonie nur empfehlen. Meiner Meinung nach sollte jeder junge Mensch ein solches Jahr machen“, erklärt Astrid Korunka. „Man bekommt von den Menschen, die man begleitet, so viel zurück und hat nahezu täglich Erlebnisse, die bereichernd sind.“

Diese Erlebnisse sind es, die sie in ihrem weiteren Leben begleiten werden, davon ist sie überzeugt. Auch wenn sie nach Abschluss des Freiwilligen Sozialjahres nicht im Sozialbereich bleibt, sondern ein Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes Kepler Universität beginnen wird. 

Tätigkeitsbereich: 
Altenpflege