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FSJD`ler berichten...

Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 von Zsoka Savanyo.

Manuel Tschinder aus Feldkirchen und Jonas Auer aus Ried  in Oberösterreich berichten über ihren Einsatzort im Gartenhof 

Was waren deine Aufgaben?

Jonas: Am Feld arbeiten, Gemüse ernten, in die Küche liefern, verkaufen… Viel Traktor fahren. Kliententransport  von der Werkstätte in die Wohnhäuser mit dem Bus übernehmen.
Manuel: Den Alltag mit den Klienten in der Landwirtschaft des Gartenhofes zu meistern. Unkrautbewältigung , Arbeiten mit den Klienten am Gemüsefeld. Essen für die Klienten herrichten und die Mitarbeiter bei der Betreuung der Klienten unterstützen.

Was ist das coolste an deinem Job?

Jonas: Die Arbeit draußen in der Natur.
Manuel: Die Abwechslungsreiche Arbeit, die verschiedenen Aufgaben, jeder Tag ist anders. Die Arbeit im Freien, in der Natur. Der „Chef“!

Was waren die besonderen Herausforderungen?

Jonas: Die unterschiedlichen Burschen im Gartenhof. Was tun wenn sie nicht so wollen wie sie sollen!?
Manuel: Der Umgang mit den Klienten in schwierigen Situationen. Den Überblick über alle 12 Klienten zu behalten. Habe immer versucht schwierige Situationen selber zu lösen.

Was hast du in diesem Jahr für dich persönlich mitgenommen?

Jonas: GEMÜSE! Ich habe viel über den landwirtschaftlichen Bereich und Gemüseanbau  gelernt. Und ich habe gelernt Verantwortung zu übernehmen.
Manuel: Ich habe viel über mich selber gelernt. 

Würdest du das FSJ noch einmal machen?

Jonas: JA!!!!
Manuel: JA!!!!! Auf jeden Fall!!!

Welche Tipps würdest du jemanden geben der sich für das FSJ interessiert?

Jonas: Mach es!
Manuel: Einfach anmelden, überzeug Dich selber!

Hat dich die Zeit während deines FSJ vielleicht sogar animiert einen sozialen Beruf zu wählen?

Jonas: Ich beginne im Herbst mit der Ausbildung Feldgemüseanbau an einem Biobauernhof in der Nähe von Linz. Danach kann ich mir vorstellen noch eine Ausbildung im Sozialbereich zu machen und vielleicht komme ich dann wieder nach Kärnten an den Gartenhof zurück.
Manuel: Ja. Ich beginne am 14. September mit der Berufsbegleitenden Ausbildung  Behindertenarbeit an der SOB in Waiern  und bin noch auf der Suche nach einem Job im Behindertenbereich.

Erfahrungsschatz fürs Leben

Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2017 von Zsoka Savanyo.

Erfahrungsschatz fürs Leben

„Ich würde es sofort wieder machen“, lässt die 21 Jahre Sabrina Peterz, die in der Klagenfurter Mädchen WG der Diakonie de La Tour ihr Freiwilliges Sozialjahr absolviert, keinen Zweifel darüber, was ihr diese Tätigkeit bedeutet.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen ein Freiwilliges Sozialjahr in der Diakonie zu leisten?
Schon während meiner Schulzeit in der Fachschule für Sozialberufe machte ich ein einmonatiges Praktikum in der WG-teens. Bei einer Messe auf der Uni wo sich verschiedenste Firmen präsentierten war auch die Diakonie vertreten, da erfuhr ich vom Freiwilligen Sozialjahr, und weil es mir während des Praktikums schon gut gefallen hat, entschloss ich mich dafür.

Sie sind ja selbst noch sehr jung und arbeiten in einer Jugend-WG, wie sieht es mit der Akzeptanz von Seiten der jungen Mädchen aus?
Eigentlich problemlos, da die Betreuer mich von Anfang an sehr gut unterstützt und auch die Mädchen der WG im Vorfeld auf mich vorbereitet haben.

Was reizt Sie an der Herausforderung mit Jugendlichen zu arbeiten?
Die tägliche Konfrontation mit neuen Situationen. Die Jugendlichen vertreten ihre eigenen Standpunkte, da muss man sich schon öfters durchsetzen, das finde ich spannender als beispielsweise bei kleineren Kindern.

Jemand den Sie kennen hat den Wunsch ein Freiwilliges Sozialjahr zu absolvieren, warum würden Sie ihm dazu raten?
Es gibt die einmalige Gelegenheit Praxis und Erfahrungen zu sammeln. Die Arbeit ist interessant und abwechslungsreich. Jemand der sich für einen Beruf in diesem Bereich interessiert kann da schnell herausfinden ob das etwas für ihn ist, oder nicht. Ein zusätzlicher Anreiz ist, dass neben einem Taschengeld seit kurzem auch die Kinderbeihilfe demjenigen der sich für ein diakonisches Jahr entscheidet, ausbezahlt wird.

Was werden Sie persönlich aus ihrem Freiwilligen Sozialjahr mitnehmen?
Gereifter zu sein, viel Erfahrung und auch einen kritischeren Blick auf gewisse Dinge. Die Wertschätzung dass ich in geordneten Familienverhältnissen aufwachsen durfte, was nicht selbstverständlich ist.

Nach all dem bisher erlebten, würden Sie das Freiwillige Sozialjahr noch einmal machen?
Wenn ich mich entscheiden müsste, ich würde es sofort wieder machen!

Freiwilliges Sozialjahr im Schaukelpferd

Veröffentlicht am Dienstag, 28. Juni 2016 von Zsoka Savanyo.

Wir, Nadine Etlinger und Hannah Schatzl, absolvieren seit 1.9.2015 das Freiwillige Sozialjahr der Diakonie (Diakonisches Jahr) in der „Flexiblen Kinderbetreuung Schaukelpferd“. Dort werden Kinder zwischen 0 und 3 Jahren von 7.00 – 17.00 Uhr stundenweise oder auch ganztags betreut.

Auf das Freiwillige Sozialjahr (FSJ) hat mich (Nadine) eine ehemalige Klassenkollegin aufmerksam gemacht, da sie selber ein FSJ in Erwägung gezogen hat. Nach dieser Anregung, habe ich mich im Internet etwas schlau gemacht und bin dabei auf das Diakonie Zentrum Spattstraße gestoßen. Nach einer schriftlichen Bewerbung und einem Aufnahmegespräch stand dem FSJ nichts mehr im Wege.

Im „Schaukelpferd“ haben wir die Gelegenheit einen Einblick im Umgang mit Kleinkindern zu bekommen sowie deren Bedürfnisse kennenzulernen. Wir können bei vielen schönen Situationen dabei sein, wie zum Beispiel Geburtstage der Kinder, Fasching oder der Besuch des Weihnachtsmarktes. Aber oft reicht schon das Lachen der Kinder, wenn sie z. B. draußen im Schnee spielen oder das stolze Gesicht, wenn sie ein neues Wort lernen, um uns ebenfalls ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Unser Arbeitstag startet um circa 8 Uhr, eine Stunde später beginnen wir den Tag offiziell mit dem „Morgenkreis“, bei dem wir mit den Kindern singen und uns an Singspielen und Reimen gemeinsam erfreuen. Anschließend wird die mitgebrachte Jause verzehrt. In den folgenden Stunden beschäftigen und betreuen wir die Kinder oder beobachten sie einfach, wie sie sich kreativ betätigen und unterstützen sie bei ihren Vorhaben. Manchmal müssen wir sie allerdings auch von einer „besonders kreativen Idee“ abhalten. Bei Schönwetter gehen wir mit ihnen häufig in den Garten, wo schaukeln, rutschen, Sandkuchen backen und herumtoben auf dem Programm stehen.  Wenn dies nicht möglich ist, wird im Gruppenraum gelesen, gespielt, gebaut, gemalt, verkleidet und vieles mehr. Um ungefähr 11 Uhr widmen wir uns dem Mittagessen und anschließend gehen wir mit manchen Kindern schlafen. Ab ca. 14 Uhr beschäftigen wir uns, nach einer kurzen Stärkung der Kinder mit einer Jause, wieder mit ihnen bis sie von ihren Eltern abgeholt werden.

Jede Mitarbeiterin des „Schaukelpferds“ hat im Tagesablauf fix vereinbarte Aufgaben zu erledigen, wie zum Beispiel Jause vorbereiten, wickeln oder mit den Kindern schlafen gehen.

Jeden Mittwoch verbringen wir in der Schule für Sozialbetreuungsberufe in Gallneukirchen, in der es einen eigenen Lehrgang für Diakonische HelferInnen gibt. Dort beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der Psychologie, Pädagogik, Medizinische Grundlagen, Ernährungslehre usw., aber auch Religion und Musik sind Elemente des Lehrganges. Sinn des Lehrgangs ist es, sich etwas Theorie sowie praktische Fertigkeiten anzueignen.

Ich (Hannah) habe außerdem die Möglichkeit jede zweite Woche bei der STEEP-Gruppe dabei zu sein. Dort kümmere ich mich vor allem um das Frühstück sowie die Kinderbetreuung während des „Mum-Talks“ und habe so auch die Gelegenheit einen Einblick in den Ablauf einer STEEP-Gruppe zu bekommen, was mich sehr interessiert und freut.

Wir dürfen in der Zeit des FSJ sehr viele spannende, lustige, interessante, aber auch fordernde Momente und Zeiten erleben, mit viel Abwechslung und neuen Erkenntnissen, z. B. auch was unseren weiteren Berufswunsch betrifft. Wir wollen beide im Sozialbereich bleiben.

Mit Flüchlingen die Hauptstadt erkunden

Veröffentlicht am Freitag, 12. Juni 2015 von Moderator.

Thomas arbeitet seit September 2014 als Junger Freiwilliger im Flüchtlingshaus Rossauer Lände. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit den Flüchtlingen unterwegs zu sein, und gemeinsam mit ihnen die kulturellen Möglichkeiten der Hauptstadt zu erkunden. Hier lest ihr, was Thomas selbst erzählt:

"Das Flüchtlingshaus Rossauer Lände bietet für ca.190 Flüchtlinge eine Unterkunft. Teilweise warten sie bis zu 8 Jahre auf eine Entscheidung, ob sie in Österreich bleiben können, oder nicht. Um diese Zeit der Ungewissheit zu überbrücken, gibt es im Haus diverse Angebote,  die den Flüchtlingen zur Verfügung stehen.

Da komm auch schon ich ins Spiel. Am Anfang meines Jahres habe ich mir gewünscht, verstärkt im Freizeitbereich tätig zu sein. Nachdem ich zwei Monate mal Haus und Leute kennen gelernt habe, was bei 180 Gesichtern ganz schön anspruchsvoll sein kann, war ich für das Kulturpass Projekt zuständig. Mit dem Kulturpass können die Besitzer unzählige kulturelle Einrichtungen gratis besuchen. Meine Aufgabe war dabei, mit den Leuten Ausflüge zu machen und ihnen die Vielfalt an Angeboten näher zu bringen. Wir haben unter anderem die Albertina, das Technische Museum, das MQ und noch weitere Einrichtungen besucht und es steht noch einiges am Plan.

Was mich aber immer noch am meisten fasziniert sind die Leute im Haus, von denen ich schon einige als Freunde bezeichnen würde. Es gibt immer wieder Möglichkeit zu Gesprächen, bei denen ich einiges über ihr Land, ihre Flucht, sowie über ihre Ängste und Hoffnungen erfahre. Ab und zu wird man auch zum kulinarischen Essen eingeladen oder eine Tasse Tee. Über die in den Medien verbreiteten Klischees über Flüchtlinge kann ich mittlerweile nur noch schmunzeln."

Ich über meine Arbeit

Veröffentlicht am Montag, 13. April 2015 von MagdalenaStary.

So, jetzt bin ich echt schon lang bei BACH.

BACH ist ein Bildungszentrum für Flüchtlinge. Sie bieten einen Basisbildungskurs, in dem die Teilnehmer lesen, schreiben und rechnen lernen, und einen Pflichtschulabschlusskurs an. Die Teilnehmer sind zurzeit hauptsächlich Jugendliche aus Afghanistan.

Meistens hab ich auch echt viel zu tun. Eine meiner Hauptaufgaben ist das Herrichten der Jause für unsere Teilnehmer. Am Anfang hatte ich mit der Berechnung der Mengen ganz schöne Probleme, aber auch das ist nur Gewohnheit.

Wenn ein Lehrer krank ist kann es auch vorkommen, dass ich mal eine Stunde halten muss. Eigentlich wollte ich das überhaupt nicht, ich hatte Angst, dass ich das gar nicht hinbekommen würde, aber ich muss sagen, dass mir das auch sehr gefällt.

Ich denke, da sieht man auch was für einen Nutzen das Freiwillige Soziale Jahr hat. Man lässt sich auf jeden Fall auf neue Dinge und Situationen ein und bemerkt vielleicht, dass es doch ganz anders ist als man es sich erwartet hätte. Ebenso, dass man sich immer wieder schnell auf neue Situationen einstellen muss.

Ja, ansonsten?!

Es gibt oft Workshops für die Teilnehmer oder auch Exkursionen auf die ich mit darf. Auch das macht mir natürlich großen Spaß.

Dieses Jahr hat mir in meiner persönlichen Entwicklung auf jeden Fall geholfen.

Ich sehe jetzt ein bisschen klarer was ich machen möchte und weiß auch über meine Fähigkeiten besser Bescheid.

Außerdem hat es mich darin bestärkt einen Beruf im sozialen Bereich zu ergreifen.

Wie ich ein "Junger Freiwilliger" wurde

Veröffentlicht am Donnerstag, 9. Oktober 2014 von Thomas.

Mein Name ist Thomas, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Wien. Anfang Juni habe ich die Matura erfolgreich an der AHS Feldgasse absolviert. Danach stand ich, wie wohl die meisten Maturanten, vor der schwierigen Frage: was nun?? Die Stellungskommission hat mich als tauglich befunden, also blieb mir die Wahl zwischen Zivildienst und Bundesheer. Vom Heer halte ich persönlich nicht sehr viel, deshalb kam nur der Zivildienst für mich in Frage.

Im Zuge der Matura-Vorbereitung habe ich mich schon mit der Flüchtlingsthematik auseinandergesetzt und diesen Bereich für mich entdeckt. Die Richtung, in der ich mich engagieren wollte, stand also bereits fest, was noch fehlte war ein Platz in einer Einrichtung. Bei der Suche bin ich auf das Freiwillige Sozialjahr bei der Diakonie gestoßen. In einem Vorstellungsgespräch ließen sich alle offenen Fragen klären und durch das Angebot zahlreicher Fortbildungen, Seminare, und vielen weiteren Möglichkeiten war ich mir bald sicher, dass das FSJ im Flüchtlingsdienst für mich das Richtige ist.

In meiner Freizeit trifft man mich häufig in der Kletterhalle, am Rad oder im Grünen an. Wenn es die Zeit und das nötige Kleingeld zulässt, bin ich viel am Reisen und am Erkunden neuer Plätze. Neben Sport und Reisen gehört auch das Pflegen von sozialen Kontakten zu meinen Hobbys.

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